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Edeka Südwest schließt alle Treff3000-Lebensmittelmärkte *update*

Wie „Business Insider Deutschland“ auf seiner Webseite berichtet, gibt Edeka Südwest sein „Treff 3000“-Konzept auf und schließt alle Märkte. Das „Treff3000“-Format kommt vor allem in der Nahversorgung und auf dem Lande vor und besteht hauptsächlich aus kleinen Märkten.

Eine Aufgabe der Standorte würde somit die Kunden besonders hart treffen, da in der Regel im Umkreis keine oder nur schlecht erreichbare Einkaufsmöglichkeiten bestehen.

Treff3000-Märkte ist in unserem Landkreis in Ludwigsfeld und im beanachbarten Ulm. Beide Standorte sind als Nahversorger besonders für nicht automobile Menschen wichtig und darüberhinaus auch traditionsreich. Der Ludwigsfelder Standort wurde vor rund 50 Jahren als Niederlassung des lokalen Einzelhändler Karl Gaissmaier gegründet und ging im Zuge der Konzentration der Branche erst in den Familienbetrieb „Nanz“ auf, dessen Filialen später größtenteils Edeka Südwest (E-Center, Marktkauf, Netto) übernahm.

Der Ulmer Standort war der erste echte Supermarkt der Region, den Gaissmaier als ersten „Karga-Markt“ gründete.

Als kleine Partei, die sich auch um kleine aber wichtige Dinge kümmert, haben wir nun bei Edeka Südwest offiziell angefragt, ob und wie die Zukunft der Standorte in unserer Region bestellt ist:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie wir gestern aus der Fachpresse erfahren haben, gibt Edeka Südwest das „Treff3000“-Format auf.

Da unser lokaler Markt in Ludwigsfeld die einzige Einkaufsmöglichkeit ohne Auto darstellt, wären rund 12000 Stadtteilbewohner unmittelbar von einer Schließung betroffen. Insbesondere für die Bewohner des nahen Seniorenheims und die Nutzer der Kindertagesstätten und der Schule wäre ein komplettes Aus ein harter Schlag.

Ich frage Sie daher, ob unser Markt für die Umwandlung in Netto bzw. Netto-City vorgesehen ist, falls nicht ob ein Nachfolgemieter in Aussicht ist, oder ob mit einer Aufgabe des Standorts zu rechnen ist und bis wann.

Ebenfalls interessiert uns Ihre Planung für den Standort in Ulm.

Mit freundlichen Grüßen

 

Hier die Antwort der stellvertreten Pressesprecherin von Edeka Südwest:

vielen Dank für Ihre Nachricht.

EDEKA Südwest mit Sitz in Offenburg wird diesen Sommer, vorbehaltlich der Zustimmung der jeweiligen Gremien des Unternehmens, insgesamt rund die Hälfte der Treff3000-Discount-Märkte an Netto Marken-Discount abgeben. Im Rahmen der Integration der Treff3000-Standorte in sein bundesweites Filialnetz, beschäftigt Netto alle rund 600 Treff3000-Mitarbeiter weiter. Die bei der EDEKA Südwest verbleibenden Treff3000-Märkte werden sukzessive von einem Discounter- auf ein Nahversorgerkonzept umgestellt.

Ihr Markt wird Sie rechtzeitig darüber informieren, inwieweit Ihr Standort betroffen sein wird.

Dazu folgende Anmerkungen: Edeka Südwest ist eine Teilorganisation bei der die Händler „Regionalfürsten“ ein starkes Mitspracherecht haben, bei „Netto Markendiscount“ sieht das anders aus, dort regiert die Zentrale direkt durch. Die Zahlen und Standortentwicklung von „Netto“ bliebt zuletzt hinter den Analysterwartungen zurück und ist durch die Übernahme der Tengelmann-Läden stark belastet. Dort sind hohe Aufwendungen für Renovierung, Integration und Reorganisation zu tragen. Wie das „Manager Magazin“ in der Ausageb Juni 2018 berichtet, hat man die tatsählich notwendigen Ausgaben für die Tengelmannläden unterschätzt. Wie sich das bei Edeka verhält, die bekanntermaßen deutlich höhere Aufwendungen als geplant für die Übernahme bezahlen mussten ist unklar.

Fest steht nur eines: Das Schicksal der Standorte in Ulm und Neu-Ulm wird in den nächsten Wochen bekannt gegeben. Insider rechnen mit einer Weiterführung als „Netto“ in Ulm, während Ludwigsfeld auf der Kippe steht.

Ihre Piraten bleiben an der Sache dran.

 

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie wir gestern aus der Fachpresse erfahren haben, gibt Edeka Südwest das „Treff3000“-Format auf.

Da unser lokaler Markt die einzige Einkaufsmöglichkeit ohne Auto darstellt, wären rund 12000 Stadtteilbewohner unmittelbar von einer Schließung betroffen. Insbesondere für die Bewohner des nahen Seniorenheims und die Nutzer der Kindertagesstätten und der Schule wäre ein komplettes Aus ein harter Schlag.

Ich frage Sie daher, ob unser Markt für die Umwandlung in Netto bzw. Netto-City vorgesehen ist, falls nicht ob ein Nachfolgemieter in Aussicht ist, oder ob mit einer Aufgabe des Standorts zu rechnen ist und bis wann.

Mit freundlichen Grüßen

Swen Kuboth
Piratenpartei Neu-Ulm

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