SWU versemmelt ORF-Normumstellung – Piraten fordern Konsequenzen

Update 2:

Die SWU hat nach 14tägigem, störungsfreien Betrieb das Signal trotz einwandfreier Empfangbarkeit einfach abgestellt:

Hinweis dazu von uns: Weder die Sendeleistung, noch das Ausstrahlungsdiagramm vom Pfänder wurden geändert. Das Signal kommt über Antenne Kanal 24 mit unveränderter Feldstärke!

Hier die Stellungsnahme der SWU Telenet, die keinster Weise der Wahrheit entspricht:

https://www.swu.de/fileadmin/content/telekommunikation/SWU-TeleNet-Informationen-Signalumstellung-ORF-eingestellt.pdf

Wir fordern die SWU zu einer umgehenden Wiedereinspeisung auf!

 

Update: Der ORF ist wieder mit beiden Programmen aufgeschaltet. Wird aber nur nach erneutem Suchlauf eingelesen.

Die Parameter:

Frequenz: 362MHz

Modulation: 256QAM

Symbolrate: 6900

Programmkennung: „frei“

EPG: keiner

Auflösung: SD

Nach wie vor senden die weiterhin im selben Paket vorhandenen Programmplätze „ORF1“ und „ORF2“ einen leeren Träger aus.

 

Am 23. Oktober wurde, wie auch hier auf der Seite bereits seit Monaten angekündigt, der erste für unsere Region relevante Sendestandort für das Antennenfernsehen auf die neue Norm DVB-T2 umgestellt. Wie bereits vor Monaten befürchtet, hat unser kommunaler Versorger seine Kunden im Stich gelassen. Bereits im Vorfeld wollten wir die SWU aufmerksam machen, es gelang aber seit über drei Wochen weder einen zuständigen Mitarbeiter ans Telefon zu bekommen, geschweige denn einen Rückruf – trotz Bemühung durch die SWU-Telefonzentrale.

Nun ist sind seit Montag einige Programme weg. Das Callcenter hat keine Vorwarnung, Briefing oder Sprachregelung bekommen und zieht sich auf sachlich und inhaltlich falsche Behauptungen zurück.  Anrufe oder Mails zur Kundenhotline treffen daher die Falschen.

Wer es trotzdem mal probieren möchte:

Zentrale: 0731 166-0

Telefax: 0731 166-4900

Störungsstelle (24 h)0731 60000

Mail: verlassdichdrauf@swu.de

Dies ist jedoch nicht der erste Fall, in dem die SWU Telenet ihre Kunden im Regen stehen läßt. Für die Piraten drängt sich der Verdacht auf, daß seit der Verrentung des bisheriger Geschäftsführers Kövi die Mäuse auf dem Tisch tanzen, während die Katze kein Interesse mehr an der Forentwicklung des Unternehmens zeigt. Ein paar Beispiele gefällig?

Seit längerem ist kein befriedigender Empfang des Schweizer Fernsehens mehr möglich. Der Grund liegt in der Ausrichtung der Empfangsantenne. Die Schweiz hat die Parameter abgeändert, das war auch der SRF-Webseite zu entnehmen. Die SWU Telenet hat stattdessen falsche und veraltete Parameter aus Wikipedia übernommen. Profi am Werk.

Bei mehreren Anbietern steht „Test“ oder „frei“ im Display. Grund dafür ist, daß diese Anbieter zwar eine Genehmigung für die Verteilung via Kabel haben, aber keinen mit der SWU separat. Das ist im Tagesgeschäft auch nicht zwingend nötig. Die SWU rächt sich für die Mißachtung seitens der TV-Sender mit dem Test-Vermerk. Das soll dem Kunden suggerieren: „Wenn uns einfach mal so passt, schalten wir den ab! War nur ein Test“. Den Endkunden ist es aber egal ob der Sender seinen Zettel zur SWU zurückgeschickt hat, oder nicht. Finden Sie nicht auch? Er zahlt aber für ein technisch einwandfreies Produkt. Das ist  es aber nicht. So wird „Family TV“ ausgekabelt, obwohl dem Sender für Deutschland die Lizenz entzogen wurde. Man liest wohl weder Newsletter von Branchendiensten noch Fachzeitschriften bei der SWU.

Einen Anbieter hat die SWU-Telenet-Crew sogar wirtschaftlich ruiniert. „Radio 30 Plus“ aus NRW strahlte seit 2005 ein sehr niveauvolles Oldieprogramm über das SWU-Netz aus. Beim Umbau der Kopfstation vor einigen Jahren war das modernere Bauteil der Kopfstation für „Radio 30 Plus“ kaputt.
Statt das Signal wiederherzustellen, lies man den Anbieter einfach unter den Tisch fallen ohne ihn zu informieren. Dieser merkte erst durch ausbleibende Werbebuchungen und Hörermails von den fehlenden 22.000 Haushalten, ein einem Fall mußte laut damaligem Geschäftsführer sogar bezahltes Werbegeld erstattet werden. Rund 90% seiner technischen Reichweite beraubt, mußte der Anbieter seinen gesamten Sendebetrieb einstellen um nicht in die Insolvenz zu rutschen. Mehrere Mitarbeiter verloren den Job, damalige Hauptanteilseigner verkraftete das Aus psychisch nicht und war für mehrere Monate in stationärer Behandlung. Nur dieser Umstand verhinderte eine Schadensersatzklage an die SWU, welche die Allgemeinheit (also wir alle) zu tragen gehabt hätte.

Stellvertretend für zahlreiche kleinere Fehler sei „Radio top40“ genannt. Der Programmplatz auf dem Satelliten wird schon sehr lange vom Schlagersender „Radio B2“ genutzt. Bei der Telenet lebt „Radio top40“ immer noch. Die Musik ist jetzt halt etwas anders….

Dies interessierte den unser aller Geld finanzierten Kommunalunternehmen nicht für einen Pfennig. Hauptsache die eigenen Jobs sind sicher und nicht zu stressig.

Angesichts dieses Desasters wollen wir über den nicht existenten indirekten Vertrieb mal hinwegsehen. Auch über die kundenunfreundliche Seite reden wir mal nicht, auch nicht das Kunden die zahlreichen Fehler in der Kanaltabelle korrigiert haben, da es die Profis mangels Fachkenntnis nicht hinbekommen haben. Reden wir mal über das Thema Internetausbau.

Da die SWU Telenet sicherheitshalber auf Kundenwerbung vollständig verzichtet wissen nur Eingeweihte, daß sie dort Kunde werden können. Es macht schon einen Unterschied ob 2Mbit/s zur Verfügung stehen oder 200 Mbit/s. Dies stellt auch einen erheblichen wirtschaften Unterschied für Immobilienbesitzer, Baugebiete und Unternehmen dar. Damit dieser Umstand auch nicht versehentlich ans Licht der Öffentlichkeit gelangt, wirbt die SWU nur mit 50Mbit/s. Die 200 stehen nur in der Preisliste. Das auch, zum Beispiel für Unternehmen auch viel viel mehr möglich sein könnte, verrät der Hinweis „sprechen Sie uns an“. Dies scheitert dann aber an der  Nichterreichbarkeit der Techniker. Unser Versuch den angeblich zuständigen Techniker telefonisch zu erreichen scheiterte über drei Wochen. Einen Rückruf gab es natürlich auch nicht.

Mit investigativen Methoden erfährt man auch, daß es eine superbreite Glasfaserleitung gibt, die einen Autobahnparkplatz an der A7 und eine Baumschule versorgt. Leider jedoch nicht den nahegelegenen Elektronikmarkt, der drauf angewiesen wäre.

Wir könnten noch lange so weiter machen. Mit Programmen die zwar analog verbreitet werden, aber die Digitalverbreitung vergessen wurde, mit einem SWU-Promokanal der abgeschaltet werden mußte, da er nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprach und sicherheitshalber nie wieder angeschaltet wurde.  Er könnte ja Kunden werben. Wir könnten auch über die Leerkanäle reden, oder die Verbreitung des radikalen Sektenprogramms „Sophia TV“, welches ohne Genehmigung über Monate weiterverbreitet wurde, da der Kanalwechsel des eigentlich dort sendenden Anbieters verschlafen wurde. Auch müssen die Kunden nun zum Teil monatelang auf neue Programme warten, die bei der privaten Konkurrenz Unity Media bzw. Vodafone schon lange umgesetzt werden.

Alle Versäumnisse seit Kövis Abgang einzeln zu erwähnen würden den Rahmen sprengen.

Hinweis: Die Gesetzeslange zur Kabelverbreitung von Programmen, insbesondere ausländischer Programme ist seit 1990 unverändert. Die SWU hat alle Möglichkeiten, technisch und rechtlich, ORF 1-3 und SRF weiter zur Verfügung zu stellen. Sogar in HD!

Wir Piraten stellen daher folgende Forderungen:

Sofortmaßnahmen:

  • Die Verbreitung der freien Medien, insbesondere ORF und SRF ist unverzüglich wieder aufzunehmen.
  • Die SWU soll sämtliche Programme zur Verfügung stellen, zu denen Sie berechtigt ist.
  • Sucht Euch einen Marketingfachmann und fähige Techniker. Wir helfen gerne.

Mittelfristige Maßnahmen:

  • Die Stadt Neu-Ulm soll ihre finanzielle Rahmenbedigungen nutzen um ihre Anteile an der SWU auf mindestens 25,1% zu erhöhen um Einfluß zu bekommen.
  • Die Eigentümer sollen die SWU in die finanzielle Lage versetzen, daß SWU-Gebiet so flächendeckend wie möglich mit Breitband auszubauen und ein Gigabitnetz anzubieten.
  • Es muß dem Fachhandel ermöglicht werden SWU-Produkte zu vertreiben und Vorleistungen für eigene Netze zu erwerben
  • Die SWU soll freie WLAN-Netze ermöglichen und mit gemeinnützigen Vereinigungen zusammenarbeiten

 

Die Piratenpartei ist jederzeit zu kostenloser Hilfe und einem konstruktiven Dialog mit der SWU und deren Eignern bereit. Der Fall ORF zeigt: Das Maß ist jetzt voll!

 


Kommentare

3 Kommentare zu SWU versemmelt ORF-Normumstellung – Piraten fordern Konsequenzen

  1. Frank Bockwurst schrieb am

    Was soll dieses Theater? Die Einspeisung des ORF ist in Deutschland unerwünscht! Warum weiß jeder, RTL & Co bekämpfen das ORF Programm seit Ender der 90er Jahre, da hier die selben Inhalte ohne Werbung gezeigt werden. Sicher wird auf SWU Druck seitens anderer Anbieter ausgeübt die Umstellung zum Anlaß zu nehmen die Verbeitung zu beenden. Das ist der wahre Hintergrund.

    Und übrigens, da schweizer Fernsehen kann man in Ulm seit der letzten Umstellung wirklich nicht mehr empfanngen. Ich kenne mich da aus…

    Wer weiter ORF sehen will braucht halt eine Antenne 🙂

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